Schneeschuhwanderung zur Eibeggerhütte

„Schneeschuhe fassen!“, rief Herr Mayr, als er am 18. Jänner um Punkt 14 Uhr aus seinem Auto stieg und seinen mit gelben Säcken vollgepackten Kofferraum öffnete. Es war wieder einmal so weit. Nach der anspruchsvollen und bitterkalten Sonnenaufgangswanderung auf den Teufelstein konnten sich die Kids der 3. und 4. Klasse auf eine neue erlebnisreiche Aktion freuen: Scheeschuhwandern!

Kaum stülpten die ersten ihre Schneeschuhe mithilfe der zahlreichen hilfsbereiten Eltern über ihr Schuhwerk, waren die von der Natur inspirierten Abenteurer schon auf dem Weg gen Tiefschnee und Vergnügen.

Nach anfänglichen technischen Gebrechen und Erproben des Materials waren die Lerner bereit, sich zusammen einem Spiel hinzugeben. Schnell bemerkten die Betreuer, dass zusätzlicher, motivierender Zuspruch ohnehin nicht notwendig war. Ohne jedes Zutun rannten sie rauf und runter, purzelten von einem Hügel in den nächsten, experimentierten mit Stöcken und Schuhen. „Wie tief ist wohl der Schnee hier?“, dachte ein Mädchen. Ein Bursche fragte sich: „Was ist das dort hinten für ein Berg?“ Die Kinder waren im Hier und Jetzt und genossen trotz der Anstrengung jede Minute.

Nach einer kurzweiligen Stunde trudelten die Kinder der Reihe nach bei der Eibeggerhütte ein. Da die Lehrpersonen und viele Eltern den Genuss dieser entzückenden Hütte bereits auskosten konnten, wussten viele über die herzliche Bewirtung Bescheid. Als Draufgabe zu den Getränken mampften die auf ihre Tour stolz zurückblickenden Kinder einen hauseigenen Muffin. Hierbei ein inniges Dankeschön an Familie Eder für die bezaubernde Gastfreundschaft.

Nach der Stärkung erwartete uns ein steiler Abstieg, der manch einem noch Bekanntschaft mit dem Schnee machen ließ. Diese kleinen Ausrutscher kosteten unseren tapferen Schneeschuhwanderern nur  einen flüchtigen Grinser, bevor sie die Mühen der letzten Meter aufnahmen.

„Schneeschuhe einpacken!“, forderte Herr Mayr am 18. Jänner, Punkt 16 Uhr, ein letztes Mal an diesem Tag die Kinder auf mitzuhelfen. Die gelben Verpackungen wurden abermals im Kofferraum verstaut; die letzten glücklichen Kindergesichter verschwanden; es wurde leiser. Nun konnte sich Herr Mayr auf ein erholsames Wochenende freuen.